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Wie werde ich BAFA‑gelisteter Berater (Förderung unternehmerischen Know-hows) und welche Schritte sind dafür nötig?

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Wie werde ich BAFA‑gelisteter Berater (Förderung unternehmerischen Know-hows) und welche Schritte sind dafür nötig?

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Wie werde ich BAFA‑gelisteter Berater (Förderung unternehmerischen Know-hows) und welche Schritte sind dafür nötig?

Sie werden BAFA‑gelisteter Berater, indem Sie Ihre fachliche Eignung und Berufserfahrung nachweisen, Ihr Leistungsprofil als Beratungsleistung prüffest darstellen und den Listungsprozess mit vollständigen, konsistenten Unterlagen durchlaufen. Entscheidend ist weniger „ein Formular“, sondern ein sauberer Nachweis‑ und Qualitätsprozess, der Rückfragen vermeidet.

Zuletzt aktualisiert:

24.02.2026

Grundlogik: Was „BAFA‑gelistet“ praktisch bedeutet

Grundlogik: Was „BAFA‑gelistet“ praktisch bedeutet

„Gelistet“ bedeutet, dass Sie als Berater im Kontext des Programms als zugelassen/registriert geführt werden und damit Beratungen im Programmrahmen möglich sind. Die Prüfung zielt typischerweise auf drei Dinge: fachliche Eignung, relevante Erfahrung und formale Zuverlässigkeit. Zusätzlich muss Ihr Leistungsprofil klar als Beratung erkennbar sein (Analyse/Konzept/Empfehlung) und nicht als operative Umsetzung. Je klarer diese Logik in Ihren Unterlagen abgebildet ist, desto reibungsloser läuft der Prozess.

Schritt 1: Leistungsprofil sauber definieren (Beratung vs. Umsetzung)

Schritt 1: Leistungsprofil sauber definieren (Beratung vs. Umsetzung)

Bevor Sie Unterlagen sammeln, definieren Sie Ihr Beratungsangebot präzise: Themen, Zielgruppen, Vorgehen und typische Ergebnisse (Deliverables). Wichtig ist die Abgrenzung: Beratung liefert Entscheidungsgrundlagen, Konzepte, Maßnahmenpläne, Priorisierung und Dokumentation; Umsetzung/Produktion ist getrennt. Diese Trennung ist nicht nur förderlogisch relevant, sondern macht Ihr Profil auch prüfbar. Ein unscharfes Profil ist eine häufige Quelle für Rückfragen.

Schritt 2: Berufserfahrung strukturiert nachweisen

Schritt 2: Berufserfahrung strukturiert nachweisen

Sie sollten Ihre Erfahrung so darstellen, dass sie prüfbar ist: Zeitraum, Rolle, Aufgaben, Beratungsanteil und Ergebnis. Am besten funktioniert eine Projektliste mit 5–10 relevanten Projekten, jeweils mit kurzen Stichpunkten zu Ihrer Rolle und dem Beratungsergebnis. Wenn Referenzen sensibel sind, kann man sie oft anonymisiert darstellen, solange Inhalt und Rolle nachvollziehbar bleiben. Wichtig ist, dass die Erfahrung zu Ihrem Beratungsprofil passt und nicht nur „irgendwie beruflich“ ist.

Schritt 3: Fachliche Eignung belegen (Qualifikation + Praxis)

Schritt 3: Fachliche Eignung belegen (Qualifikation + Praxis)

Qualifikationen, Weiterbildungen und Zertifikate helfen, sind aber meist am stärksten in Kombination mit Projekterfahrung und klaren Deliverables. Für die Prüfung ist relevant, dass Sie die Themen, die Sie beraten wollen, fachlich abdecken können und das auch belegen. Zusätzlich ist hilfreich, wenn Sie Ihr Vorgehen standardisiert beschreiben können (z. B. Analyse → Konzept → Maßnahmenplan → Abschlussdokumentation). Das wirkt professionell und reduziert Interpretationsspielraum. Ein „Portfolio‑One‑Pager“ kann hier sehr hilfreich sein.

Schritt 4: Unterlagen vollständig und konsistent zusammenstellen

Schritt 4: Unterlagen vollständig und konsistent zusammenstellen

Viele Prozesse scheitern nicht an fehlender Kompetenz, sondern an Formalien: fehlende Anlagen, widersprüchliche Angaben, unklare Leistungsbeschreibung oder unpräzise Referenzen. Deshalb lohnt sich eine klare Unterlagenstruktur mit Checkliste und Vollständigkeitsprüfung. Achten Sie darauf, dass alle Dokumente die gleiche Logik stützen (gleiches Leistungsprofil, gleiche Zeiträume, gleiche Rollenbeschreibung). Konsistenz ist ein zentraler Qualitätsfaktor. Ein Vier‑Augen‑Check vor Einreichung ist sehr empfehlenswert.

Schritt 5: Einreichen und Rückfragen professionell managen

Schritt 5: Einreichen und Rückfragen professionell managen

Nach Einreichung kann es Rückfragen oder Nachforderungen geben. Planen Sie dafür Zeit ein und halten Sie Ihre Nachweise so, dass Sie schnell reagieren können (Versionierung, klare Zuordnung, kurze Nachreich‑Pakete). Ein guter Umgang mit Rückfragen ist Teil der Professionalität und beschleunigt den Prozess. Wichtig ist, dass Nachreichungen nicht neue Widersprüche erzeugen. Deshalb sollten Änderungen immer konsistent über alle Dokumente gezogen werden.

Typische Stolpersteine (die Listungen verzögern)

Typische Stolpersteine (die Listungen verzögern)

Häufige Probleme sind: zu allgemeines Leistungsprofil („ich mache alles“), fehlender Beratungscharakter (zu umsetzungsnah), Projektliste ohne klare Rolle/Ergebnis, widersprüchliche Zeitangaben oder unvollständige Anlagen. Auch fehlende Standards in der Dokumentenstruktur führen zu Rückfragen. Diese Punkte sind vermeidbar, wenn Sie früh mit einer Checkliste und klaren Textbausteinen arbeiten. Genau hier lohnt sich oft ein Review durch einen erfahrenen Begleiter.

Praktische Vorbereitung: Was Sie vorab sammeln sollten

Praktische Vorbereitung: Was Sie vorab sammeln sollten

Sinnvoll ist: CV, Projektliste (mit Beratungsanteil und Ergebnissen), Qualifikationsnachweise, ein Leistungsprofil (Themen, Zielgruppen, Vorgehen, Deliverables) und 2–3 anonymisierte Beispiel‑Ergebnisse (z. B. Maßnahmenplan, Roadmap, Konzeptstruktur). Damit können Sie den Prozess deutlich schneller durchlaufen. Außerdem hilft es, Ihr Profil später auch für Website und Vertrieb konsistent zu halten. Das reduziert doppelte Arbeit.

Entscheidungsregeln (Wenn–Dann)

Entscheidungsregeln (Wenn–Dann)

Wenn Ihr Leistungsprofil klar Beratung ist und Erfahrung/Qualifikation prüfbar belegt sind, ist der Prozess typischerweise gut machbar; wenn Unterlagen unvollständig sind oder Beratung und Umsetzung vermischt werden, entstehen Rückfragen und Verzögerungen.

Jasper, Dürr

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