Termine zu verschieben ist grundsätzlich kein Problem – wichtig ist nur, dass der Gesamtzeitplan realistisch bleibt und Sie innerhalb der relevanten Fristen (z. B. Abschluss-/Nachweisfenster) bleiben. Je häufiger oder kurzfristiger verschoben wird, desto eher verlängert sich die Beratung und desto mehr Risiko entsteht, dass Dokumentation und Deadlines unnötig unter Druck geraten.
Zuletzt aktualisiert:
24.02.2026
Eine Verschiebung verschiebt meist nicht nur „ein Meeting“, sondern auch Folgearbeiten: Analysefenster, Review‑Schleifen, Freigaben und die Finalisierung der Deliverables. Dadurch kann sich der Projektplan kaskadierend nach hinten schieben. Das ist nicht dramatisch, aber es sollte aktiv gesteuert werden. Besonders relevant ist das, wenn mehrere Stakeholder beteiligt sind. Dann entstehen schnell Lücken.
Unkritisch ist es meist, wenn Termine frühzeitig verschoben werden und es einen Ersatztermin gibt, sodass der Rhythmus erhalten bleibt. Auch wenn nur einzelne Abstimmungen betroffen sind und Entscheidungen trotzdem zeitnah getroffen werden, bleibt der Zeitplan stabil. Wichtig ist, dass Inputs (Zugänge, Unterlagen, Feedback) trotzdem fristgerecht kommen. Dann kann die Beratung oft parallel weiterlaufen. So verliert man kaum Zeit.
Kritisch wird es, wenn Verschiebungen dazu führen, dass:
die Beratung nicht mehr innerhalb des vorgesehenen Zeitfensters abgeschlossen wird
Deliverables nicht rechtzeitig finalisiert werden
sich Entscheidungen so lange verzögern, dass Ergebnisse nicht mehr konsistent dokumentiert werden
am Ende „Hektik“ entsteht und Unterlagen/Nachweise unvollständig werden
Das ist weniger ein Terminproblem als ein Prozessproblem. Je später im Projekt, desto teurer wird jede Verschiebung.
Bewährt haben sich:
ein fester Terminrhythmus (z. B. wöchentlich) statt Einzeltermine „nach Bedarf“
klare Stellvertretungen (wer kann entscheiden, wenn jemand ausfällt)
schriftliche Mini‑Freigaben (kurz per Mail/Doc‑Kommentar), damit nichts stehen bleibt
ein Puffer im Zeitplan für 1–2 Verschiebungen
So bleibt das Projekt planbar, auch wenn Alltag dazwischenkommt.
Häufige Stolpersteine sind kurzfristige Verschiebungen ohne Ersatztermin, fehlende Entscheider im Call oder Feedback, das „irgendwann“ kommt. Dadurch entstehen Wartezeiten, die niemand auf dem Schirm hat. Das verlängert die Beratung oft stärker als erwartet. Außerdem leidet die Konsistenz der Dokumentation, wenn Entscheidungen nicht zeitnah festgehalten werden. Das kann später bei Nachweisen nervig werden.
Terminverschiebungen ändern die Förderquote nicht, können aber den Aufwand erhöhen (mehr Koordination, mehr Iterationen) und das Risiko steigern, dass Fristen enger werden. Wenn dadurch der Umfang wächst, kann außerdem der Eigenanteil steigen (insbesondere, wenn eine Obergrenze greift). Deshalb ist es sinnvoll, Verschiebungen früh zu kommunizieren und den Scope stabil zu halten. Dann bleibt Budget planbar.
Wenn Sie Verschiebungen früh ankündigen und Ersatztermine setzen, bleibt der Prozess meist stabil; wenn Termine wiederholt ausfallen und Entscheidungen/Feedback verzögert kommen, verlängert sich die Beratung und das Risiko für Fristen und saubere Nachweise steigt.

