Ja, die Begleitung bei der Agenturauswahl ist häufig förderfähig, wenn sie als Beratungsleistung (Anforderungen, Kriterien, Bewertung, Empfehlung) erbracht und dokumentiert wird. Nicht förderfähig bzw. kritisch wird es, wenn die Leistung in operative Beschaffung oder Umsetzungssteuerung kippt und nicht sauber getrennt wird.
Zuletzt aktualisiert:
24.02.2026
Förderlogisch ist Agenturauswahl dann Beratung, wenn sie Ihre Entscheidung vorbereitet: Sie erhalten Kriterien, Vergleichbarkeit und eine fachliche Empfehlung. Es geht um Analyse, Bewertung und Konzept – nicht um das „Durchführen“ der Umsetzung. Genau diese Entscheidungsunterstützung ist typischerweise der förderfähige Kern. Wichtig ist, dass die Leistung als eigener Beratungsblock mit klaren Ergebnissen beschrieben ist.
Häufig förderfähig sind z. B.:
Anforderungsprofil (Ziele, Scope, Muss/Kann‑Kriterien)
Kriterienkatalog (Technik, SEO/Content, UX, Tracking, Wartung, Budget, Zeitplan)
Angebotsstrukturierung (damit Angebote vergleichbar werden)
fachliche Bewertung der Angebote (Stärken/Schwächen, Risiken, offene Punkte)
Entscheidungsvorlage inkl. Empfehlung und Begründung
Diese Punkte liefern Ihnen prüffeste Entscheidungsgrundlagen und reduzieren Fehlentscheidungen.
Kritisch wird es, wenn der Dienstleister operativ „für Sie einkauft“ oder die Umsetzung steuert, z. B. Vertragsverhandlungen als Beschaffung, laufendes Projektmanagement der Umsetzung, Steuerung von Produktion oder technische Implementierung. Das kann weiterhin sinnvoll sein, sollte aber als separate Leistung behandelt werden. Auch „Agenturmanagement“ ohne klaren Beratungscharakter ist häufig schwer sauber zu begründen. Trennung ist hier der Schlüssel.
Wir formulieren das Ziel als „Auswahlentscheidung vorbereiten“ und definieren klare Beratungsergebnisse (z. B. Bewertungsmatrix, Angebotsvergleich, Empfehlung). Zusätzlich trennen wir die Leistung zeitlich und inhaltlich von späterer Umsetzung. So ist nachvollziehbar, dass es sich um Beratung handelt und nicht um Produktion. Das reduziert Rückfragen und macht die Logik für Dritte verständlich.
Damit die Bewertung belastbar ist, helfen: Website‑Ziele, Budgetkorridor, Timing, technischer Rahmen (soweit bekannt), Website‑URL und ggf. vorhandene Angebote/Leistungsbeschreibungen. Wenn noch keine Angebote vorliegen, ist das kein Problem: Dann starten wir mit Anforderungen und Kriterien, damit Sie Angebote gezielt einholen können. Das ist oft sogar der bessere Weg. Wichtig ist, dass Annahmen transparent sind.
Üblich ist: Anforderungen & Kriterien festlegen → Angebotsunterlagen/Briefing ableiten → Angebote einholen → Angebote strukturieren & vergleichen → Rückfragenliste → Empfehlung/Entscheidungsvorlage → Übergabe an die ausgewählte Agentur. So vermeiden Sie Äpfel‑mit‑Birnen‑Vergleiche und reduzieren Nachträge. Gleichzeitig bleibt die Beratung klar als Vorstufe zur Umsetzung erkennbar. Die Umsetzung startet erst nach Ihrer Entscheidung.
Häufige Probleme sind unklare Ziele („wir wollen einfach neu“), fehlende Kriterien, zu frühe Beauftragung oder Vermischung von Beratung und Umsetzung in einem Paket. Ein weiterer Stolperstein: Angebote werden nach Preis statt nach Scope verglichen, weil Leistungsumfänge nicht vergleichbar sind. Wir vermeiden das durch klare Muss/Kann‑Kriterien und eine Bewertungslogik. Das macht die Entscheidung belastbar.
Wenn es um Anforderungen, Kriterien, Angebotsvergleich und Empfehlung geht, ist es typischerweise Beratung; wenn es um Beschaffung, Steuerung oder Produktion geht, ist es eher Umsetzung und sollte getrennt werden.

