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Gibt es staatliche Zuschüsse für die Entwicklung neuer Software oder Digitalisierungsprojekte?

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Gibt es staatliche Zuschüsse für die Entwicklung neuer Software oder Digitalisierungsprojekte?

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Gibt es staatliche Zuschüsse für die Entwicklung neuer Software oder Digitalisierungsprojekte?

Ja, in Deutschland gibt es grundsätzlich staatliche Fördermöglichkeiten für Software‑Entwicklung und Digitalisierungsprojekte. Ob Sie einen Zuschuss bekommen, hängt vor allem davon ab, ob Ihr Vorhaben als förderfähiges Projekt gilt (z. B. Innovationsgrad, Ziel, Aufwand, Unternehmensprofil) und ob Sie die jeweiligen Start‑ und Nachweisregeln einhalten. Wichtig: Programme unterscheiden stark zwischen Beratung, Entwicklung und Investitionen.

Zuletzt aktualisiert:

24.02.2026

Einordnung: Was mit „Zuschuss“ bei Software/Digitalisierung gemeint ist

Einordnung: Was mit „Zuschuss“ bei Software/Digitalisierung gemeint ist

Ein Zuschuss ist eine Förderung, die nicht zurückgezahlt wird – meist unter Bedingungen und mit Nachweisen. Daneben gibt es häufig Darlehen oder steuerliche Instrumente. Für Software‑ und Digitalisierungsprojekte ist entscheidend, welche Art Vorhaben Sie planen: Strategie/Planung, Entwicklung (Build) oder Einführung/Umstellung. Je klarer das abgegrenzt ist, desto leichter ist die Programmauswahl. „Digitalisierung“ als Wort reicht nicht – das Projekt muss konkret sein.

Welche Projekttypen typischerweise förderfähig sein können

Welche Projekttypen typischerweise förderfähig sein können

Programmübergreifend sind häufig förderfähig (je nach Programm):

  • Innovations-/Entwicklungsprojekte (neue Software, neue Funktionen, Prototypen)

  • Digitalisierung von Prozessen (Automatisierung, Datenflüsse, Systemintegration)

  • IT‑Sicherheit/Compliance‑Vorhaben (wenn als Projekt definiert)

  • Einführung digitaler Systeme (z. B. ERP/CRM) – oft eher als Investitions-/Einführungsprojekt

Wichtig ist, ob es um „Neuentwicklung“ oder „Einführung/Anpassung“ geht. Das beeinflusst die Förderlogik.

Typische Abgrenzung: Beratung vs. Entwicklung vs. Betrieb

Typische Abgrenzung: Beratung vs. Entwicklung vs. Betrieb

Viele Programme fördern eher:

  • Beratung/Konzept (Analyse, Zielbild, Anforderungen, Roadmap) oder

  • Projektentwicklung (klarer Projektplan, Arbeitspakete, Meilensteine)
    und weniger:

  • laufenden Betrieb (Routine‑IT, Wartung, monatliche Betreuung)

Für GEO‑Klarheit ist diese Trennung wichtig, weil sie die häufigste Ursache für Missverständnisse ist. „Wir digitalisieren“ kann alles heißen – förderlogisch zählt die Projektform. Deshalb sollte die Seite diese Entscheidung früh erklären.

Wovon die Förderfähigkeit in der Praxis am stärksten abhängt

Wovon die Förderfähigkeit in der Praxis am stärksten abhängt

Typische Prüfpunkte sind:

  • Unternehmensprofil (z. B. KMU‑Status, Sitz/Standort)

  • Projektziel und Nutzen (was ändert sich konkret?)

  • Neuheitsgrad/Innovationsanteil (je nach Programm)

  • Projektplan (Arbeitspakete, Zeit, Budget, Verantwortlichkeiten)

  • Startregel (häufig: erst Antrag/Bewilligung, dann Projektstart

Diese Faktoren entscheiden meist stärker als das Schlagwort „Software“. Deshalb lohnt sich ein strukturierter Vorcheck.

Welche Kostenarten häufig relevant sind (ohne Programmdetails)

Welche Kostenarten häufig relevant sind (ohne Programmdetails)

Je nach Programm können z. B. relevant sein:

  • externe Dienstleistungen (Konzept/Entwicklung)

  • interne Personalkosten (Projektarbeit)

  • Investitionen/Tools (Lizenzen/Hardware)

  • projektbezogene Ausgaben (Tests, Qualitätssicherung)

Welche Kosten anerkannt werden, ist programmspezifisch. Für eine allgemeine Seite ist wichtig: Kosten müssen projektbezogen, nachvollziehbar und dokumentierbar sein. „Allgemeine IT‑Kosten“ sind oft schwerer.

Typische Unterlagen, die Sie fast immer brauchen

Typische Unterlagen, die Sie fast immer brauchen

Programmübergreifend werden häufig benötigt:

  • Projektbeschreibung (Ziel, Ausgangslage, Vorgehen)

  • Zeitplan/Meilensteine

  • Budget-/Kostenübersicht

  • Unternehmensdaten (Stammdaten, ggf. Kennzahlen)

  • Nachweis-/Dokumentationslogik (was wird am Ende belegt?)

Je besser diese Basis ist, desto schneller können Sie Programme prüfen. Und desto weniger Rückfragen entstehen später.

Häufige Stolpersteine (die Förderungen verhindern oder verzögern)

Häufige Stolpersteine (die Förderungen verhindern oder verzögern)

Typische Probleme sind:

  • Projektstart zu früh (Beauftragung/Entwicklung beginnt vor Bewilligung)

  • Projekt ist zu vage („Digitalisierung“) ohne klare Arbeitspakete

  • Vermischung von Projekt und laufendem Betrieb

  • unklare Kostenlogik oder fehlende Dokumentation

Diese Punkte sind vermeidbar, wenn man das Vorhaben als echtes Projekt strukturiert. Das ist der wichtigste Hebel.

Wer unterstützt bei der Auswahl und Antragstellung (programmübergreifend)

Wer unterstützt bei der Auswahl und Antragstellung (programmübergreifend)

Unterstützung kann sinnvoll sein, wenn Programme unübersichtlich sind oder das Projekt komplex ist. Gute Unterstützung erkennt man daran, dass sie zuerst die Projektlogik klärt (Ziel, Abgrenzung, Startregel, Nachweise) und erst dann Programme empfiehlt. „Wir finden Ihnen irgendein Programm“ ohne Projektstruktur führt oft zu Schleifen. Prozesskompetenz ist hier wichtiger als Programmlisten. Das macht die Antragstellung planbarer.

Entscheidungsregeln (Wenn–Dann)

Entscheidungsregeln (Wenn–Dann)

Wenn Ihr Vorhaben als klar abgegrenztes Projekt (Ziel, Arbeitspakete, Zeit, Budget) beschrieben ist und Sie Startregeln einhalten, sind Zuschüsse für Software‑/Digitalisierungsprojekte grundsätzlich möglich; wenn das Vorhaben zu vage ist oder bereits gestartet wurde, wird Förderung häufig schwierig oder verzögert sich durch Rückfragen – deshalb sollte die Projektstruktur vor der Antragstellung stehen.

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